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Vor- und Frühgeschichte |
| Das Altmühltal war mit seinen fruchtbaren Seitentälern, seinen
fischreichen Bächen und sanften Hügeln bereits in der Vor-
und Frühgeschichte ein beliebtestes Siedlungsgebiet. Zur Zeit der Kelten, etwa im 8.Jhd. vor Christus, entstanden ganze Keltenstädte, „oppida“, so etwa auf dem vom Aussichtsfelsen der Burg Eggersberg quer zum ehemaligen Bett der Ur-Donau liegenden „Wolfsberg“. Auch am Fuße des Burgfelsens von Eggersberg sind keltische Besiedlungen zu finden. |
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| Der Nachweis hierfür wird mit der Ergrabung eines großen keltischen Gräberfeldes während des Baus des Rhein-Main-Donau-Kanals erbracht. Aus dessen Grabbeigaben ist z.B. der längste bekannte, keltische Bronzegürtel im Eggersberger Hofmark-Museum zu bestaunen. | |
10. Jhdt. |
Ab dem 10. Jhdt. wird Eggersberg als Veste erwähnt |
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12. Jhdt. |
Eggersberg taucht in der Literatur auf. Die Nussberger, Dienstmannen der Grafen von Bogen, erscheinen als Herren auf Eggersberg.
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Konrad der Nussberger |
1. Hälfte 14. Jhdt.
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| Die Burg Eggersberg gelangt in den Besitz der bayerischen Herzöge, die sie an die Herren von Wolfstein als Lehen geben. Die Sulzbürg-Wolfsteiner zählten damals zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern der Oberpfalz. Im Laufe der Jahrhunderte gelang ihnen der Aufstieg von einfachen Reichsdienstmannen (Ministerialen) in den Reichsfürstenstand. |
Das heutige Wappen von Sulzbürg. Die beiden roten Löwen erinnern
an eines der bedeutendsten Herrengeschlechter dieser Gegend, die Wolfsteiner,
deren ältestes, seit 1292 bekanntes Siegel übereinander zwei
Löwen zeigt, von denen der obere schreitend, der untere aufgerichtet
dargestellt ist. Die ursprüngliche Feldfarbe des Wappens war Silber.
Das Geschlecht der Wolfsteiner starb 1740 aus. Es lebt im Kreiswappen
der ehemaligen reichsunmittelbaren Wolfsteiner Herrschaften Sulzbürg
und Pyrbaum fort.Der früheste bekannte Vertreter dieses Geschlechtes ist Gottfried v. Sulzbürg (=1259), der erstmals 1217 als Reichsministeriale urkundlich erwähnt ist. Als Verwalter von Reichsgütern im Neumarkter Raum gelangte er zu Ansehen und Macht. Durch seine geschickte Heiratspolitik, er war zweimal mit Frauen aus dem Hochadel verehelicht, vermehrte er seinen Einfluss und Besitz. Ganz im Stil des hohen Adels gründete er Seligenporten als Hauskloster und bestimmte es zur Grablege der Familie. Das große Selbstbewusstsein Gottfrieds v. Sulzbürg-Wolfstein zeigte sich auch im Thronstreit der Jahre 1246/56, als er sich auf die Seite der Gegenkönige schlug und dafür mit weiteren Einkünften belohnt wurde. Mit dem Tod des Reichsgrafen Christian Albrecht v. Wolfstein (=1740) erlosch das Geschlecht in männlicher Linie. Sämtliche Reichsgüter, die die Wolfsteiner besessen hatten, gingen laut Vertrag an das Kurfürstentum Bayern über. Der Eigenbesitz (Allodien) der Familie konnte nach langen Auseinandersetzungen schließlich ebenfalls vom bayerischen Kurfürsten erworben werden. |
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2. Hälfte des 14. Jhdts. |
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| die Herren von Hiltpoltstein werden als Eigentümer der Burg Eggersberg genannt. | ||
Wappen der Stadt Hilpoltstein. |
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| Die Stadt an Main-Donau-Kanal und Rothsee kann bereits auf eine über 1000jährige Geschichte zurückblicken. Als eigentliche Begründer der "oppidum in Lapide" um 1280 gelten Heinrich von Stein und sein Sohn Hilpolt I. aus dem Geschlecht der Herren von Stein. Ihre machtvolle Stellung beruhte auf ihrem Status als Reichsbeamte der Staufer und später der Wittelsbacher. Heinrich von Stein (1254-1265) verwaltete in seiner Eigenschaft als Reichsbutigler die kaiserlichen Güter in Franken. | ||
14. Jhdt. |
Im letzten Drittel des 14. Jhdt. veräußerten die Hilpoltsteiner die Burg Eggersberg an die Herren von Lichteneck, die heute noch in Niederbayern mit der Linie der Grafen v. Preysing-Lichteneck-Moos blühen. Die Herren von Lichteneck gaben allerdings auf Eggersberg nur ein kurzes Gastspiel. Bei der Teilung der bayerischen Lande unter die Söhne Herzog Stephans 1392 kam Eggersberg mit Riedenburg, Stadtamhof, Reinhausen, Regenstauf, Schwandorf, Rieden, Velburg, Hemau u. a. an den Herzog Johann von Bayern-München. |
Ende 14. Jhdt. |
| Der Ritter Wilhelm der Fraundorfer erwirbt den Sitz auf Eggersberg, nach ihm der Ritter Ulrich Muracher von Murach. Die Muracher, die auch das auf der anderen Seite von Eggersberg auf einem Felsvorsprung sitzende Schloss Flügelsberg innehatten, taten sich unter anderem auch mit Ihrer Beteiligung am Aufstand des „Löwlerbundes" gegen den bayerischen Herzog Albrecht hervor. |
1417 |
Balthasar Muracher wird noch als Herr auf Eggersberg genannt. Die Muracher tun sich als gefürchtete Raubritter hervor. Ein Auszug aus der bayer. Cronica beklagt noch 1561: „Dieser Zeit nehret sich der Adel in
Bayern aus dem Stegreif“ Die Muracher erfreuten sich in jenen Tagen durch ihre Raubzüge
und blutigen Fehden in der ganzen Gegend einer gefürchteten Berühmtheit.
Konrad der Muracher auf Flügelsberg, wird in der Fehde mit dem
Ritter Heydeck von diesem von 1385 bis 1394 gefangen gehalten. Ulrich
von Murach raubt 1407 Augsburger Kaufleute aus. Jörg, Friedrich
und Erhart von Murach überfallen 1437 sogar die Pfalzbayerische
Herrschaft Helfenberg bei Velburg und berauben sie. Dabei kam ihnen
der Umstand zugute, dass der Besitzer dieser Pfalz, Kurfürst Ludwig
III., im Dezember 1436 verstorben war. |
1435 |
der Edle Herr Heimeran Muggenthaler und wird neuer Burgherr auf Eggersberg. Herzog Wilhelm von Bayern belehnt im Übrigen im Jahre 1529 die Familie v. Muggenthal mit dem im Schambachtal liegenden Schloss Hexenagger. Die Muggenthaler tun sich dort hervor und bauen Schloss Hexenagger und dessen Kapelle nach der Zerstörung durch die Schweden im 30jährigen Krieg durch Erhart v. Muggenthal 1625/29 auf den alten Mauerresten wieder neu auf. In Folge der nächsten Jahrhunderte schaffen es die Muggenthaler bis in den Stand der Reichsfreiherren. |
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1480 |
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| gelangt der Marschall Georg von Pappenheim in den Besitz von Eggersberg und verkauft das Anwesen bereits im Jahre | ||
Grafschaft Pappenheim |
1485
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an den Grafen Jörg von
Helfenstein.
Dieser zeigt allerdings wenig Interesse an der Burg und überlässt
sie dem Verfall auch deshalb, weil er sich seiner neuen Ehefrau, der
Witwe von Johann von Hexenagger widmet, über die er in den Besitz
von Schloss Hexenagger kam. |
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Die Gräfin Helfenstein
bittet im Bauernkrieg den Rädelsführer
Jäcklein Rohrbach um Gnade für ihren Mann. Kupferstich von Matthäus Merian d. A. |
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Mitte des 16. Jhdt. |
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wird die Burg Eggersberg als „wüst und zerfallen“ zerfallen beschrieben, vermutlich wurde sie auch im Löwlerkrieg beschädigt. Der „Löwlerkrieg“ |
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Herzog Albrecht IV., der in der Geschichte ‚der Weise’ genannt wird, schrieb im Jahre 1488 eine allgemeine Steuer aus, um dadurch ein ständiges Heer werben und besolden zu können. Der niederbayerische Lehensadel, darunter auch die Parsberger zu Flügelsberg, auf seine in alten Freibriefen gestützten Rechte pochend, lehnte diese Steuerverordnung ab und forderte für ihren Stand die völlige Steuerfreiheit. Herzog Albrecht aber wies diese Forderung energisch zurück. Daraufhin versammelten sich in Cham 46 Ritter und gründeten den „Bund der Löwenritter“ mit der Zielsetzung, sich offen gegen den Herzog zu erheben. Die Zahl der Löwenritter vermehrte sich schnell, die Spaltung im Lande wuchs mit jedem Tag. Sogar die jüngeren Brüder des Herzogs traten dem Löwlerbund bei, da der Herzog auch ihre Machtansprüche nicht anerkannte. Die Ritter, aufgrund ihrer vermeintlichen Übermacht von Siegeshoffnungen erfüllt, wagten im Oktober 1491 den offenen Aufstand gegen Herzog Albrechts Besitzungen im Regensburger Land. Sie überfielen Albrechts Güter und Dörfer bei Regensburg, plünderten sie aus uns nahmen seine Leute gefangen. Indes sammelte der Herzog all seine Getreuen und Verbündeten um den Aufstand niederzuwerfen. Mit einer 2000 Mann starken und mit 30 Geschützen ausgerüsteten Streitmacht zog er am 21.Dezember 1491 von München nach Regensburg um dem frevelhaften Tun und Treiben der Löwenritter ein Ende zu setzen. Nachdem im Regensburger Raum die Ordnung wieder hergestellt war, zogen
die „Herzoglichen“ weiter nach Prunn, Riedenburg, Eggersberg,
Flügelsberg und Ehrenfels bei Beratzhausen. Flügelsberg war
übrigens Hauptsitz der Löwenritter und hatte die stärkste
Besatzung erhalten, zu deren Unterhalt Speisen und Getränke in
Fülle herbeigeschafft worden waren, welche von den überfallenen
herzoglichen Dörfern stammten. |
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16. Jhdt.Leonhard von Eck (* 1480 in Kelheim; † 17. März 1550) bekam im ersten Drittel des 16.Jh. die Hofmarken Eggersberg und Wolfseck übertragen. Er war einer der bedeutendsten Politiker Bayerns seiner Zeit. Seine vielschichtige, immer auf das Wohl seines Dienstherren und des Landes Bayern ausgerichtete Politik zeigte weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus Wirkung und höchste Anerkennung..Leonhard v. Eck, aus „niederem, nichtturnierfähigem Adel“ stammend, promovierte in Bologna zum Doktor beider Rechte (juris utriusque). Herzog Wilhelm IV. von Bayern berief ihn 1514 in seine Regierung. Dort war der Hofrat (‚erster täglicher Rath’) als engster Berater des Herzogs die wichtigste Figur am bayerischen Hofe. Er prägte über 35 Jahre das politische, wirtschaftliche, religiös-geistige und soziale Leben Bayerns in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entscheidend mit. Die ersten, wirksamen Ansätze einer behördlichen Zentralverwaltung in Bayern stammen von dem Eggersberger Leonhard von Eck. Dass Bayern katholisch blieb und sich in den folgenden Jahrzehnten die Stellung als bedeutendste der katholischen Mächte in Deutschland erwarb, war ein Werk Leonhards von Eck, der den Grundstein dafür legte. |
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Büste Leonhard v. Ecks in der
Ruhmeshalle, München |
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Man beschreibt Leonhard v. Eck auf Eggersberg und Wolfseck
wie folgt: Wilhelm IV. von Bayern hatte ihn 1514 in sein Regierungsgremium berufen. Eck bekam den Titel „täglicher Rat zu München“ und dazu noch freie Logis, ein Winter- und ein Sommergewand und zwei Pferde. „Täglicher Rat“ bedeutete, dass man täglich zur Verfügung
stehen musste, im Gegensatz zu den „erfordert Räten“, den Herren
aus turnierfähigem Adel, die nur bei Aufforderung erscheinen mussten, und
den so genannten „Quatemberräten“, die nur viermal im Jahr an
den Hof gerufen wurden. Natürlich hatten die täglichen Räte den
größten Einfluss, und unter ihnen war Eck der bedeutendste. Das bedeutete, dass Eck sein Leben lang eifersüchtig über die Gunst
seines Herrn wachte. Die Angst abzustürzen hat den ehrgeizigen Aufsteiger
Eck immer begleitet. Selbst nach dreißig Jahren wird er noch unruhig,
wenn der Herzog seinen „täglichen Räten“ Wildbret schickt
und dabei nicht ein extra großes Stück für ihn abfällt.
Gleich beschwert er sich: „Haben die, die das Wildbret austragen, sich
geirrt, oder habe ich um EFG, Euer Fürstlichen Gnaden, nicht so viel verdient
wie andere Räte?“ |
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Chancellor Leonhard von Eck (1480–1550), 1527, by Barthel Beham (German, 1502–1540) Oil on wood; 22 1/8 x 14 7/8 in. (56.2 x 37.8 cm) Collection John Stewart Kennedy Fund, 1912 |
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| Literatur: Tabelle | |
| Bibliographie zur deutschen Geschichte im Zeitalter der Glaubensspaltung 1517-1585, hrsg.v. Karl Schottenloher Bd. III, Reich und Kaiser, Territorien und Landesherren, Leipzig 1936 Nr. 29422-29437, ders. Bd. V, | |
| ders. Geschichte Baierns, 8 Bde., II-VIII Gotha 1880-1914; I Stuttgart 2 1927, Bd.IV; | |
| Walter Peter Fuchs, Baiern und Habsburg 1534-1536, in ARG 41 (1948), 1-32; - ARC I ff; | |
| Das konfessionelle Zeitalter. Erster Teil: Die Herzöge Wilhelm IV. und Albrecht V., in: Handbuch der Bayerischen Geschichte hrsg.v. Max Spindler, Bd.2 München 1969, 297-346, hier: 227-335 | |
1595
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Auf Leonhard v. Eck folgt Wilhelm Jocher von Egersperg, Jurist, herzoglich-bayerischer Rat und Pfleger zu Dachau, der sich auch namentlich nach seinem neuen Besitz Jocher v. Egersperg nannte. Geboren wurde er in Mauterndorf, Salzburg, am 15. November 1565 und er verstarb am 03. Mai 1636 in München. Er beginnt den Bau des neuen Schlosses Eggersberg, der – nach
Zimmermannsbeschlägen im Dachstuhl – 1604 vollendet wurde. |
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| 1604 trat er in die Dienste Herzog Maximilians I. 1611 wurde er zum Geheimen Rat ernannt. Als wichtigster Ratgeber Maximilians begleitete der humanistisch gebildete, streng religiöse Jocher die bayerische Reichs- und Außenpolitik mit scharfsinnigen, bisweilen spitzfindigen juristischen Stellungnahmen. | |
| Seit seiner Verteidigung des Reichshofrats im Streit um Donauwörth
wurde er auch am Kaiserhof geschätzt. 1620/21 beriet er den Kaiser
in Fragen der Achterklärung gegen Friedrich V. Zwischen 1621 und
1628 war Jocher der große Gegenspieler des pfälzischen Rats
Ludwig Camerarius im Kanzleienstreit. Am bayerischen Hof geriet Jocher
mit seinem Sinn für die realistischen Möglichkeiten immer wieder
in Gegensatz zu Maximilians doktrinärem Beichtvater Contzen, auch
weil er sich in Frontstellung zu diesem Befürworter von Hexenverfolgungen
energisch für deren Eindämmung einsetzte. 1636 starb Jocher
in München. Sein Sohn Adam Jocher, seines Zeichens ebenfalls herzoglicher Rat, lässt die ruinöse Burg abbrechen und wohnt im „Neuen Schloss“, so wie es heute noch besteht. |
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1684Adam Jocher v. Egersperg hat sich mit verschiedenen Geschäften übernommen und ging „in den Gant“, (d.h., er machte Konkurs), es folgte die Zwangsversteigerung des Jocher´schen Besitzes zu Eggersberg. Sein Neffe, Thomas Frhr. v. Bassus, war seines Zeichens mit Weißhaupt, der im inneren Zirkel den Namen „Spartacus“ trug, führendes Mitglied des damals berühmt-berüchtigten Ordens der „Illuminati“ . Weißhaupts Adjutant war Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig von Knigge, der maßgeblich für die Verbreitung der Illuminaten in Adelskreisen sorgte. |
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Kupferstich von Michael Wening von
Schloss Eggersberg, links oben mit dem Wappen derer de Bassus. Die
Familie de Bassus, die
sich bereits in ihren Stammlanden, Graubünden, Posciavo, als Kunstförderer
und mit heute noch gelobten sozialen Taten hervortat, trat auch in Bayern
als Mäzene des berühmten Komponisten Johann Simon Mayr und
des Holzbildhauers Ignaz Günter hervor. |
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Am 22. November 1725 wurde der Rokoko-Bildhauer
Ignaz Günther im oberpfälzischen Altmannstein geboren. Mit 18 Jahren wurde er in München in die Werkstatt des Hofbildhauers Johann Baptist Straub aufgenommen, von dem er den Sinn für technische Raffinesse und für die gewisse nervöse Eleganz bekam, welche viele seiner Werke so beliebt machte. |
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Ignaz Günter |
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| 1750 ging er auf Wanderschaft, die er, nach den Stationen
Salzburg, Mannheim und Olmütz in Mähren, mit dem ersten Preis
der Kaiserlichen Akademie in Wien abschloss. 1754 ließ er sich in
München nieder, heiratete, kaufte sich ein Haus am Unteranger 11
und starb nach großen künstlerischen Erfolgen 1775, also mit
erst 50 Jahren. Ignaz Günther, der ebenfalls von den Baronen de Bassus gefördert wurde, gilt als der Gipfel- und Endpunkt der bayerischen Rokoko-Plastik. Einige der herausragendsten Werke des Schnitzers und Bildhauers Ignaz Günther:
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1726Freiherr Joseph von Bassus, Herr auf den Hofmarken Sandersdorf, Harlanden, Eggersberg und Tachenstein, lässt in Ober-Eggersberg ein Gotteshaus, die hl. Kreuz-Kapelle, errichten. Eine bescheidene Monstranz dieser Kapelle, die als Reliquie einen verifizierten Partikel des Kreuzes Christi enthält, ist heute Bestandteil des „Hofmark-Museum“ der Robert-Weigand-Kulturstiftung, das im Marstall des Schlosses Eggersberg untergebracht ist. |
1806 teilweiser Einsturz des Kirchleins mangels Instandhaltung. Eine Kapelle
wird im Schloss eingerichtet., die wenige Jahre danach profaniert wird.
An ihre Stelle rückt die Kapelle, die in den Alten Pfarrhof eingebaut.
Dieser zum Schloss Eggersberg gehörende Pfarrhof wurde von Baron
de Bassus bei dem bedeutenden Hofbaumeister Gabriel di Gabrieli 1722
in Auftrag gegeben (sogenannter Axialbau). |
1962Dr. jur. utr. Robert F.E. Weigand (Gründer und Ehrenvorsitzender der DBV-Landesgruppe Bayern, Gründungsmitglied des Bayerischen Landesdenkmalrates u.a.) erwirbt das Schloss Eggersberg und macht es durch die Einrichtung eines kleinen Hotel- und Gaststättenbetriebes sowie durch das Hofmarksmuseum der Öffentlichkeit zugänglich. Der erste, dem Dr. Weigand das Schloss als Gastronomie- und Hotelobjekt in Pacht übergibt, ist wiederum ein Baron Knigge. |
1994 Die Westfassade des Hauses sowie der komplett ruinöse Marstall
des Hauses werden nach allen Regeln des Denkmalschutzes mit hohem,
finanziellen Aufwand saniert. Der Marstall wird komplett neu mit Juraschiefer
gedeckt. Es entsteht mit 50 m Länge das längste Legschieferdach
des Altmühltals. |
Ab 2005Schloss Eggersberg entwickelt sich immer mehr zu einem Standort für
kulturelle Veranstaltungen, das Hofmark-Museum erfreut sich regen Zuspruchs
und weitere Veranstaltungen, die nicht nur den Gaumen auf höchstem
Niveau, sondern auch Herz und Geist erfreuen, stehen auf den Plänen
der Familie. |